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Tag 16 Kaiaua - Te Aroha

Der Huraki Rail Trail gut zu fahren aber einseitig

Der Huraki Rail Trail gehört zu den "Great Rides" Neuseelands und es war interessant zu sehen, wie die Kiwis eine alte Bahnstrecke für Fahrradfahrer umbauen.

Knapp 90 Kilometer mit sehr überschaubaren 150 Höhenmetern.

Start in den Tag

Bei traumhaftem Wetter stiegen wir morgens aus unseren Zelten. Kaiaua präsentierte sich, wie am Abend zuvor auch, von seiner besten Seite und so konnten wir die Zelte zum Trocknen (feucht vom Tau) in die Sonne stellen. Ein guter Start in den Tag also mit guten Aussichten für eine entspannte Radtour nach Te Aroha.

Nach dem Frühstück und dem üblichen Einpacken der Sachen, was mir noch nicht so gut gelingt wie Johannes, der wirklich fix darin ist, ging es wieder auf die Bahn.

Wetterwechsel - das ist Neuseeland

Die ersten 20 Kilometer verliefen ganz entspannt und ich fuhr hinter Johannes her. Mir war wichtig, dass er mal das Tempo vorgibt, denn gestern war er immer wieder zurückgefallen. Am Anfang ist es natürlich nicht einfach einschätzen zu können, wie schnell der andere fährt und deshalb musste ich mich erst einmal seiner Geschwindigkeit anpassen.

Nachdem wir dann auf einen etwas mehr befahrenen Highway abbogen, fing es wie verrückt an zu schütten. Ein Wolkenbruch vom allerfeinsten und wir waren innerhalb kürzester Zeit komplett nass. Tja das ist halt Neuseeland. Sehr wechselhaftes Wetter. Selbst wenn der Wetterbericht Regen anzeigt heißt es noch lange nicht, dass es regnet und andersherum genauso. Auf dem Rad ist man dem Wetter natürlich total ausgesetzt. Im Auto würde man sich wahrscheinlich an den Schauer garnicht mehr erinnern. Nichtsdestotrotz möchte ich nicht gegen ein Auto tauschen. Ich denke die Art und Weise, wie man Neuseeland erlebt, dadurch, dass man mit dem Rad unterwegs ist, ist etwas ganz Besonderes. Außerdem wäre man dann einer von tausenden, die sich mit einem Campervan auf den Weg machen.

Huraki Rail Trail - Der Beginn einer einseitigen Sache

Ich hatte mir heute doch einiges erwartet. Ein "Great Ride", der mit tollen Bildern im Internet dargestellt wird. Umso enttäuschter war ich, als wir auf Schotterwegen durch die Felder radelten. Die Landschaft war wenig abwechslungsreich, es gab keine wirklichen Highlights, wie Hängebrücken, Waldstücke o.Ä. Man fuhr neben Kuhweiden durch das Flachland. Zwischendurch durfte man sich mit etwas gewöhnungbedürftigen Betonblöcken rumschlagen, die das ganze Fahrrad durchwackelten. Ich habe noch nicht so ganz den Sinn dahinter verstanden, aber scheinbar soll das anderweitigen Verkehr abhalten. WIe auch immer. Das Wetter wurde besser und das so trockneten auch die nassen Füße so langsam wieder.

Nach knapp 90 Kilometern erreichten wir Te Ahora und den Holiday Park, wo wir unser Zelt aufschlugen. Mit uns sind noch weitere Bikepacker vor Ort, die aus verschiedensten Ländern kommen.

Morgen geht es dann nach Hobbition und es ist noch nicht ganz sicher, ob wir die 80 NZD, also 50 € Eintritt wirklich zahlen wollen. Mal sehen, was sich spontan ergibt.

Radsportliche Grüße

Healthy Raodbike