Tag 3 Von Auckland nach Mangawhai Heads
Die erste Tour und dann so ein Hammer. Ich habe direkt am ersten Tag die Pros- und Cons der Insel kennen lernen dürfen
Der Start
Um 6 Uhr wachte ich morgens auf und konnte einfach nicht mehr einschlafen. Zu nervös vor der ersten großen Tour durch Neuseeland. Also packte ich meine Sachen zusammen, zog mich an und machte mich auf den Weg zum Frühstück.
Nachdem ich ausgecheckt und gefrühstückt hatte befestigte ich meine Sachen am Fahrrad. Das dauerte deutlich länger als geplant, hielt aber alles, wie sich nachher herausstellte, sehr gut.
Kaum stand ich in Auckland vor dem Hostel und wollte gerade meine Reise beginnen, da fing es auch schon an zu regnen. Ich rollte langsam zum Hafen und kaufte mir ein Ticket nach Devenport. Die ersten Kilometer gingen also mit der Fähre los.
Das Ganze lief super unklompiziert und so stieg ich wenige Minuten später in Devenport von der Fähre und siehe da, es war trocken und so sollte es, anders als vorhergesagt, den ganzen Tag bleiben.
Devenport hatte ich als Startort gewählt, da ich nicht durch den Berufsverkehr von Auckland rollen wollte, doch auch in Devenport begann es relaitv nervig mit vielen Ampeln und viele Autos.
Aus Devenport rausgekommen war es aber schon viel besser und ich fuhr in kurz kurz und Sonnenschein die ersten Berge hinauf. Nachdem ich zunächst auf relativ großen Straßen mit relativ viel Verkehr unterwegs war, kam ich nach ca. 40 Kilometer auf wirklih tolle und teilweise auch nicht asphaltierte Wege. Immer mehr konnte ich die Landschaft und die Fauna genießen. Beeindruckt von der Vielfalt der Pflanzen und dem Geschrei der Vögel, rollte ich schon leicht angestrengt weiter. Ich wusste, ich hatte eine 15 Kilometer lange Strecke auf der SH1, der "Autobahn" von Neuseeland, eine Autobahn ist es nicht, allerdings eine Schnellstraße und ich hatte schon schiss davor. Wie sich nach 60 Kilometern herausstellte war die Angst auch begründet. Reihenweise Sattelschlepper knallten an mir vorbei ohne Rücksicht auf Verluste. Zum Glück gab es die meiste Zeit einen Seitenstreifen, den ich nach Möglichkeit immer nutze, doch den gab es leider nicht immer.
Mittlerweile merkte ich meine Beine und mein Kopf war auf Grund des Stress an der SH1 auch nicht gerade wohl auf. Ich war froh, als ich nach 80 Kilometern Warkworth, einem größeren Ort, ankam und meine erste größere Pause machte. Lustigerweise kam ich an einer Art Boulespielplatz vorbei. Die genaue Bezeichnung des Sportes kenne ich leider nicht, aber hier tummelten sich zahlreiche Rentner, die mich auch sofort ansprachen. Ich stellte mein Rad kurz dort ab und besorgte mir beim Supermarkt um die Ecke ein bisschen was zu trinken und zu essen. Im Endeffekt hätte ich das nicht gebraucht, denn die Rentner versorgten mich nachher mit gefiltertem Wasser und selbstgebackenen Plätzchen. Sehr nett und schön war es so herzlich aufgenommen zu werden und so offene Menschen zu treffen.
Im Anschluss ging es auf die letzten 50 Kilometer. Die hatten es allerdings in sich. Traumhafte Strecken, allerdings mit jeder Menge Höhenmetern und teilweise ziemlich warmen Temperaturen.
Ich war heil froh, als ich um 17 Uhr endlich in Mangawhai Heads auf dem Campingplatz ankam und mir etwas zu essen machen konnte.
Mangawhai Heads ist ein sehr sehr schöner Strandort, mit süßen und sehr schicken Strandhäusern und einer atmeberaubenden Bucht.
Mein Fazit des Tages ist allerdings, dass ich keine so langen Touren mehr plane. Es ist viel zu schade durch diese Landschaft zu fahren und keine Zeit und auch keine Kraft zu haben die Landschaft zu genießen. Die nächsten Touren werden auf jeden Fall kürzer, auch wenn ich dann im Endeffekt nicht so viele Kilometer abreißen kann, wie eigentlich geplant, aber immerhin habe ich ja auch Urlaub ;)
Radsportliche Grüße
Healthy Roadbike